Worte von meinem Freund Günther Ruschel
Hallo lieber Franz,
Etwas zu dir und zu deiner Biografie.
Ich war ja auch ständig unterwegs, und habe für den SR später den NDR, die BBC, NHK und vielen anderen gearbeitet.
Manchmal nicht sehr glücklich, weil ich eigentlich nicht auf das Werk zurückblicken kann, was du in deinem Teil hinterlassen hast.
Die Vielzahl dieser Ereignisse macht dich aus. Du hättest ohne weiteres bei „Gala und Co“ einen Platz hauptberuflich einnehmen können.
Das, was dich ausmacht, aus heutiger Sicht gesehen, ist eigentlich die Kunst nach deinen Möglichkeiten bei vielen Ereignissen dabei gewesen zu sein, trotz deiner hauptberuflichen Tätigkeit.
Regionale und oft auch überregionale Ereignisse mit prominenten auch den kleinen und größeren Künstlern zu zeigen, dass jeder eine Persönlichkeit mit und in sich trägt. Diese Mischung gepaart mit persönlicher Wahrnehmung der großen und kleinen Stars.
Dein stetes Dabeisein verleiht dir eine Art Fotografenstatus, den du ohne Weiteres mit bekannten Fotografen in der „High Society“ einen Platz finden kannst… Beispiel, für den du ja auch gearbeitet hast, war Peter Bischof. (Traumschiff/Schwarzwaldklinik).
Es gibt genügend Beispiele zu nennen, aber du bist eben Franz Mees geblieben. Man muss sich heute nicht mehr vergleichen. Du bist eben auch eine regionale Persönlichkeit dadurch geworden mit dem, was du in deinem Buch niedergeschrieben hast und mit welchem Antrieb du immer wieder die bestmöglichen Ereignisse fotografisch festgehalten hattest. Bravo👍
Zusammenfassend zu deiner Biographie, während du in Kürze dein 70. Lebensjahr beschreitest, lässt sich sagen, dass du nicht nur das Wesen vieler Motive mit bekannten Menschen porträtiert hast, sondern auch im letzten Teil deines inneren Antriebs durch die Fotografie gewissermaßen als eine Art von ständiger Suche nach den einfachen Menschen, die sich bei dir nicht nur als aktuelle Stars immer gut aufgehoben fühlten, ebenso dir auch ein nach Außen erkennbares Wesensmerkmal verleiht.
Natürlich liebt es, ein Fotograf Stars vor der Kamera zu haben oder Menschen, die gerne zu Stars werden wollen. Und genau diesen Moment von Verwandtschaftlichem mit solchen Menschen, warst du gepaart von Neugierde ständig auf der Suche.
„Manchmal sind Fotografen eben die einsamsten Menschen bis zu dem Zeitpunkt, wo man am Ende die Vielzahl seiner ganz persönlichen Ausdrucksform wahrnehmen kann.
Manchmal auch am Ende eines fotografischen Ereignisses, von dem man zu Anfang nicht wusste, wie es sich entwickelt.“
Lieber Franz, fotografieren tut man bis ans Lebensende.
Jetzt kommt erst die spannende fotografische Phase in deinem Leben, wo du auch mehr oder weniger in eine andere Art von Erfahrung in deine Motive mit hineinbringst.
Heute fotografiert man ja digital.
Damals, durch deine alte Minolta gewährtest du uns aus deiner Sicht Einblicke in deine Erlebniswelt und in einen schönen Teil unserer nie wiederbringenden Vergangenheit.
Mein großes Kompliment an einen immer auf der Suche befindlichen Menschensucher. Nach Menschlichem all zu Menschlichem.
Beste Grüße,
Dein alter Freund Günther Ruschel
Kameramann – E – Kameramann
1982 – 2001 tagesaktuelle Berichterstattung: SR – SWR – BR – NDR – HR – ZDF – MDR
ARD-SR – Weltspiegel – Tagesschau – Monitor – Plus Minus – Fakt – Kulturspiegel u.a.Film-Kameraassistent bei Ottmar Wunsch- Magazin u. tagesaktuelle B.A.
E-Kameramann: Tele- Illustrierte – Arbeit im Bundestag – Aktuelles Sportstudio, Fernsehgarten – Regeldienst im Heute-Journal- Studio – Wetten dass? – Sonntagskonzert – Regeldienst im 3 Sat Studio, – Länderjournal – Auslandsjournal
BC – NHK – ORF – CNN – ANT. II – RAI I – SRG – REUTERS u. andere Einsätze als Kameramann: Kriege – Krisen und Konflikte – Papstwahlen u. Papstreisen

